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7 goldene Regeln zur schnellen Integration

Zwar sind Schwaben als tolerante weltoffene Menschen bekannt, doch findet auch dies seine Grenzen, insbesondere bei Zugereisten aus Norddeutschland (ungefähr das Gebiet nördlich der A6 Heilbronn-Nürnberg). Immer wieder treten die sogenannten "Reigschmeckten" im Schwabenland in das ein oder andere Fettnäpfchen und bürden sich damit unnötigerweise den Unmut von Kollegen, Nachbarn oder Freunden auf. Das muss nicht sein! Die folgenden 7 Regeln helfen Ihnen, die gröbsten Fehler zu vermeiden.

1. Lernen Sie die schwäbische Sprache!

Wenn Sie des Schwäbischen nicht mächtig sind, dann lernen Sie, es zu verstehen, denn ein echter Schwabe wird niemals versuchen schriftdeutsch zu sprechen, nur damit ein Zugereister seinen Ausführungen folgen kann. Diese Regel ist unabhängig davon, ob Sie nur "reesche Weckla" (knusprige Brötchen) einkaufen wollen oder schwierige Geschäftsverhandlungen führen müssen. Der Schwabe ist der Dialektik verfallen, so dass er oft das Gegenteil von dem meint, was Sie glauben verstanden zu haben. Beispiele:
"Ha no" bedeutet keineswegs Ablehnung sondern Zustimmung,
"Ha noi" bedeutet dagegen nicht Zustimmung sondern Ablehnung.
"Komm, gang weg" bedeutet letzteres.
"Du Halbdaggel" ist nicht die Minderung, sondern die Steigerung von "Du Daggel".

2. Sprechen Sie aber nicht selbst schwäbisch!

Versuchen Sie niemals, selbst schwäbisch zu radebrechen, wenn Sie es nicht schon fließend beherrschen. Im allergünstigen Fall ernten Sie nachsichtiges Lächeln, im schlimmsten Fall eiskaltes Schweigen. In diesem Zusammenhang sei auf den elementarsten Fehler hingewiesen: Wohl nennt der Schwabe seine Heimat liebevoll das "Ländle", auch ist jede Bank ein "Bänkle" und jeder Zug ein "Zügle", aber niemals wird der ansonsten allgegenwärtige Verniedlichungssuffix auf das Wort "Schwabe" selbst angewandt: es gibt kein "Schwäble", und der Gebrauch dieser Vokabel wird unnachsichtig geahndet.

3. Machen Sie keine Scherze über die schwäbische Kultur!

Sollten Ihnen Teile der schwäbischen Kultur seltsam vorkommen, verkneifen Sie sich Scherze darüber. Zwar kann der Schwabe durchaus auch über sich lachen, jedoch bevorzugt dann, wenn er den Scherz selbst gemacht hat. Den feinen Unterschied, wann etwas "saukomisch" oder "saubleed" beurteilt wird, sollten Sie erst genau kennen. Insbesondere bezüglich der Esskultur ist Vorsicht angebracht: Verkneifen Sie es sich, laut zu artikulieren, welche Assoziationen Sie beispielsweise beim Anblick von Linsen mit Spätzle oder sauren Kutteln haben.

4. Entdecken Sie aktiv alles Schwäbische!

Probieren Sie alles aus, woran des Schwaben Herz hängt: Essen Sie Brezeln, Zwiebelrostbraten, Linsen mit Spätzle und - in Härtefällen - saure Kutteln. Kaufen Sie sich einen Kehrwisch und eine Kutterschaufel (Besen und Kehrschaufel). Kaufen Sie sich einen Mercedes oder einen Porsche. Oder beides. Arbeiten Sie beim Bosch. Kaufen Sie sich ein Grundstück und bauen Sie ein Haus. Heiraten Sie einen schwäbischen Lebenspartner. Mit etwas Glück haben Sie die Integration dann nach zwanzig oder dreißig Jahren geschafft.

5. Lernen Sie die schwäbische Höflichkeit verstehen und schätzen!

Schwäbische Umgangsformen sind Zugereisten oft ein Rätsel. So wie Japaner ihre Emotionen stets hinter dem allgegenwärtigen Lächeln verbergen, so verbirgt der Schwabe seine Gedanken hinter seiner scheinbaren Unfreundlichkeit. In Wirklichkeit ist der Schwabe nur sehr kurz angebunden, was die natürliche Folge seiner Abneigung gegen Verschwendung ist. Wenn Ihnen ein Schwabe versehentlich auf den Fuß tritt, muss Ihnen daher klar sein, dass er seine überschwengliche Entschuldigung einfach aus Zeitgründen auf ein "Hoppala" verkürzt, und dies keineswegs ein Zeichen von Missachtung ist. Im Gegenzug hierzu dürfen Sie es als Kompliment betrachten, wenn ein Schwabe sich mit Ihnen ausführlicher unterhält, denn das bedeutet, dass er zu dem Schluss gekommen ist, dass sich ein intensives Gespräch mit Ihnen durchaus lohnt.

6. Machen Sie Ihre Kehrwoche!

Auch die freundlichsten Nachbarn werden im Handumdrehen zu Ihren erbittertsten Feinden, wenn sie bemerken, dass Sie Ihre Kehrwoche nicht oder nur unzureichend ernst nehmen. Machen Sie immer etwas mehr als Sie selbst schon für maßlos übertrieben halten. Scheuen Sie sich nicht, Ihre schwäbischen Nachbarn in dieser Angelegenheit um Rat zu fragen; sie werden Ihnen gerne Tipps geben. Wenn Sie sich unsicher sind, wischen Sie das Trottoir (den Gehweg) besser doch nass auf.

7. Ganz wichtig: Verwechseln Sie nie einen Schwaben mit einem Badener!

Von weit her gereiste Menschen mögen im schwäbischen Dialekt Ähnlichkeiten mit dem bayerischen oder fränkischen entdecken. Einige sehen sogar angeblich eine teilweise Deckung mit dem sächsischen (wohl auf Grund der Nasallaute). Bei Hinweisen hierauf oder gar einer Verwechslung wird der Schwabe innerlich ihren Verstand anzweifeln, ihren Fauxpas äußerlich aber meist nur mit verständnislosem Achselzucken abtun. Nicht jedoch so, wenn Sie in Ihrer bodenlosen Dummheit einen Schwaben für einen Badener halten oder die Bemerkung machen, dass Sie in den beiden Dialekten kaum Unterschiede feststellen können! Auf Grund historischer und kultureller Kluften zwischen den Völkern der Schwaben und der sog. "Gelbfüßler", deren Ursachen leider nicht mehr überliefert, die aber auf jeden Fall ernster Natur sind, kann dies zu ewiger Verdammnis für Sie führen.

Gottfried Geggele


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Reigschmeckta-Eckle
(Kolumne für Zugereiste)
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